Pinterest für Fortgeschrittene

Viele Aufrufe, wenig Geld? So machst Du aus Deinem Pinterest-Traffic echte Einnahmen

Du pinnst schon eine Weile. Die Zahlen in der Statistik gehen hoch, manchmal sogar richtig steil. Und trotzdem fühlt sich Dein Konto eher wie ein Hobby an als wie ein Nebeneinkommen.

Kenne ich. Meine monatlichen Aufrufe sind neulich innerhalb von vier Tagen von rund 24.000 auf 57.000 gewachsen. Ein toller Moment, ehrlich. Aber 57.000 Aufrufe sind kein Kontostand. Geld kommt erst rein, wenn aus Aufrufen Klicks werden, aus Klicks Leserinnen und aus Leserinnen Käuferinnen. Bei mir führen die Pins heute auf Blogartikel und Leadmagneten, und es gab schon Verkäufe. Der Weg dahin war aber kein Zufall, sondern eine Reihe kleiner Stellschrauben.

Genau um die geht es hier. Keine Grundlagen, sondern das, was Du drehen kannst, wenn Dein Konto läuft, aber noch nicht verdient.

Monatsaufrufe sind Deine Schaufensterfläche, nicht Dein Umsatz

Die große Zahl oben im Profil zählt, wie oft Deine Pins irgendwo angezeigt wurden. Das heißt nicht, dass jemand hingeschaut hat, und schon gar nicht, dass jemand geklickt hat. Eine Schaufensterfläche eben: Viele laufen vorbei, wenige gehen rein.

Schau deshalb in den Analytics vor allem auf die ausgehenden Klicks. Das sind die Menschen, die tatsächlich auf Deiner Seite gelandet sind. Sortier Deine Pins danach und schau Dir die zehn besten an. Was haben sie gemeinsam? Ein bestimmtes Thema, eine Art Überschrift, eine Farbe? Das ist Deine Bauanleitung für die nächsten Pins.

Und schau Dir die Pins an, die viele Aufrufe, aber kaum Klicks haben. Die werden gefunden, überzeugen aber nicht. Meistens fehlt ein klares Versprechen im Pin-Text. „Herbstrezepte“ ist ein Thema. „5 Herbstsuppen, die auch Kinder essen“ ist ein Grund zum Klicken.

Keywords: der Hebel, den ich am längsten unterschätzt habe

Am Anfang hatten meine Pinnwände kaum Beschreibungen, und in meinen Pins steckten viel zu wenige Suchbegriffe. Das war einer der Punkte, die ich konsequent nachgebessert habe.

So gehe ich heute vor: Ich tippe mein Hauptthema in die Pinterest-Suche und notiere mir, was Pinterest automatisch ergänzt. Dann schaue ich mir die kleinen Kacheln unter der Suchleiste an, die die Suche weiter eingrenzen. Das sind Begriffe, nach denen echte Menschen suchen. Die besten zwei, drei davon wandern in den Pin-Titel, in die Pin-Beschreibung, in den Namen der Pinnwand und in die Pinnwand-Beschreibung. Und, ganz wichtig, auch in den Blogartikel selbst.

Pinterest liest nämlich nicht nur Deinen Pin, sondern auch die Seite dahinter. Passen Pin und Artikel zusammen, versteht der Algorithmus schneller, wem er den Pin zeigen soll.

Gerade die Pinnwand-Beschreibungen werden von vielen sträflich vernachlässigt. Zwei, drei Sätze mit Deinen Suchbegriffen dauern fünf Minuten und arbeiten danach jahrelang für Dich.

Langweilige Pins kosten Dich Klicks

Meine ersten Pins waren, freundlich gesagt, unauffällig. Hübsches Foto, kleiner Text, und im Feed einfach weg.

Was ich heute anders mache: Für jeden Blogartikel erstelle ich mehrere Pin-Designs mit unterschiedlichen Überschriften. Einmal als Liste, einmal als Problem, einmal als Ergebnis. Die Schrift ist so groß, dass man sie am Handy im Vorbeiscrollen lesen kann, und das Bild unterstützt die Aussage, statt nur schön zu sein. Nach einigen Wochen sehe ich in den Analytics, welche Variante gewinnt, und baue davon mehr.

Du musst dafür keine Designerin sein. Ein paar eigene Vorlagen in Canva, bei denen Du nur noch Bild und Text tauschst, sparen Dir jede Woche viel Zeit.

Der Weg hinter dem Pin entscheidet über Dein Einkommen

Hier liegt bei den meisten fortgeschrittenen Pinnerinnen das eigentliche Problem. Der Pin funktioniert, der Klick kommt, und dann? Landet die Leserin auf einem Artikel ohne nächsten Schritt, ist sie nach drei Minuten wieder weg.

Mein Weg sieht so aus: Pin, dann ein Blogartikel, der die Frage aus dem Pin wirklich beantwortet. Im Artikel ein Freebie, das genau zu diesem Thema passt, nicht irgendein allgemeiner Newsletter-Kasten. Wer es sich holt, bekommt ein paar Mails, die weiterhelfen. Und in diesen Mails taucht irgendwann ein passendes Produkt auf.

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Wer im Herbst über einen meiner Artikel rund um Adventskalender stolpert, findet dort meinen Adventskalender-Planer. Thema, Pin, Artikel und Produkt passen zusammen. Genau diese Kette sorgt dafür, dass aus Traffic Umsatz wird.

Pinterest denkt in Jahreszeiten, und zwar früh

Pinterest-Nutzerinnen planen voraus. Weihnachtsideen werden gesucht, lange bevor der erste Lebkuchen im Supermarkt liegt. Wer seine Adventsinhalte erst Ende November hochlädt, ist zu spät, weil Pinterest die Pins dann noch gar nicht richtig einordnen konnte.

Ich plane saisonale Themen deshalb mehrere Wochen im Voraus. Ein einfacher Trick: Leg Dir einen Jahreskalender an und trag ein, wann welche Themen bei Dir laufen sollen. Ostern, Sommerferien, Einschulung, Herbst, Advent. Dann zieh davon gut sechs bis acht Wochen ab. Das ist Dein Startschuss für die Pins.

Mehr Ergebnis, ohne mehr Zeit

Ich stecke aktuell etwa 3 bis 4 Stunden pro Woche in Pinterest. Meistens sonntags, manchmal abends auf der Couch. Mehr wird es auch nicht, und das muss es auch nicht.

Der Trick ist die Reihenfolge. Ich schreibe einen Blogbeitrag und bereite direkt danach die Pins vor, solange ich noch im Thema bin. Danach optimiere ich lieber ein, zwei alte Pinnwände oder baue neue Varianten für einen Artikel, der schon gut läuft, statt ständig ganz neue Themen anzufangen. Wer fortgeschritten ist, verdient sein Geld selten mit dem nächsten neuen Artikel. Sondern mit dem besseren Ausbau dessen, was schon funktioniert.

Und dann: Geduld. Das sage ich auch mir selbst immer wieder. Pinterest ist auf lange Sicht ausgelegt. Wie Kinder großziehen. Jeden Tag ein bisschen, und irgendwann staunst Du.

Wann sich ein Kurs für den nächsten Schritt lohnt

Wenn Du die Basics kannst, aber merkst, dass zwischen Traffic und Umsatz eine Lücke klafft, kann Begleitung sinnvoll sein. Nicht, weil Du es allein nicht schaffst, sondern weil Du Dir Monate Ausprobieren sparst. Wichtig ist, dass die Person zu Dir passt. Du lernst von einem Menschen, und wenn Dir dessen Art nicht liegt, arbeitest Du die Inhalte nicht durch.

Pintastisch 2.0 von Isabell Heinrich

Pintastisch richtet sich an Unternehmerinnen, die schon ein Coaching, einen Online-Kurs, ein Mentoring oder ein digitales Produkt haben. Es geht genau um die Kette, die ich oben beschrieben habe: Pinterest, Blogartikel, Freebie, Newsletter und Verkauf als System, das auch läuft, wenn Du gerade nicht online bist. Das ist eine Investition im vierstelligen Bereich, also eher nichts für den allerersten Schritt. Ich kenne den Kurs nicht von innen, die Ausrichtung passt aber genau zu dem Punkt, an dem viele fortgeschrittene Pinnerinnen stehen. Hier findest Du alle Infos zu Pintastisch*.

Annika Rojas Gonzalez

Mit Annikas Inhalten habe ich selbst angefangen, ihre Art kenne ich also. Sie erklärt sehr praxisnah und ohne Schnickschnack. Ihre „Pin Akademie mit KI“ ist auch für Fortgeschrittene spannend, vor allem wenn Du Pins, Titel und Beschreibungen mit KI schneller produzieren willst, ohne dass sie nach Fließband klingen. Dazu gibt es 14 Tage WhatsApp-Schnellstart, in denen Du Deine konkreten Fragen loswirst. Hier geht es zur Pin Akademie von Annika*.

Alexandra Winzer

Alexandras Programm „Pin Dich sichtbar“ ist aktuell nur über eine Warteliste erreichbar. Wenn Du ihre Inhalte kennst und magst, trag Dich ein, dann bekommst Du Bescheid, sobald es wieder startet. Zur Warteliste von Alexandra Winzer*.

Häufige Fragen für Fortgeschrittene

Meine Aufrufe steigen, aber die Klicks nicht. Woran liegt das?

Fast immer am Pin selbst. Er wird gefunden, gibt aber keinen Grund zum Klicken. Prüf, ob Dein Pin-Text ein konkretes Ergebnis verspricht und ob er am Handy lesbar ist. Erstell für dieselbe Seite zwei, drei neue Varianten und vergleich nach ein paar Wochen.

Soll ich Pins löschen, die nicht laufen?

Ich lösche sie nicht. Manche Pins brauchen einfach länger, andere laufen erst in der passenden Saison an. Statt zu löschen, baue ich lieber eine bessere Variante für dieselbe Seite.

Lohnt sich Werbung auf Pinterest?

Erst dann, wenn Dein Weg hinter dem Pin funktioniert. Wenn organische Besucherinnen auf Deiner Seite nicht kaufen oder sich nicht eintragen, verbrennst Du mit Anzeigen nur Geld. Ich bin bisher rein organisch gewachsen.

Wie viele Pinnwände brauche ich?

So viele, wie Du klar benannte Themen hast. Lieber wenige Pinnwände mit sauberem Namen und guter Beschreibung als dreißig halbleere Sammelbecken.

Über die Autorin

Ich bin Kristin, und schreibe hier auf isy-leben.de über unseren Familienalltag in der Südheide: Rezepte, Bastelideen, Organisation und alles, was das Leben mit Kindern ein bisschen leichter macht. Beruflich arbeite ich seit 2019 als Online Business Managerin und betreue Unternehmen im Online-Marketing. Pinterest nutze ich selbst für meine Blogs und meine eigenen digitalen Produkte. Mehr über mich und unsere Familie.

* Mit einem Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links. Wenn Du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle nur, was ich selbst kenne oder ehrlich einordnen kann.