Nebenbei Geld verdienen

Mit Pinterest nebenbei Geld verdienen: Wie ich mit 3 bis 4 Stunden pro Woche gestartet bin

Sonntagabend. Neben mir liegt noch ein halber Wäscheberg, und ich sitze mit dem Laptop auf den Knien und baue Pins. So sieht mein Pinterest-Business aus. Kein Büro, kein Fünf-Uhr-Morgenritual. Ein paar Stunden pro Woche, verteilt auf die Momente, die sowieso übrig bleiben.

Angefangen hat es ziemlich unspektakulär. Mir wurde Werbung von Annika Rojas Gonzalez angezeigt, ich habe draufgeklickt und einfach losgelegt. Seitdem wachsen meine monatlichen Aufrufe stetig. Vor Kurzem sind sie innerhalb von vier Tagen von rund 24.000 auf 57.000 gesprungen. Meine Pins schicken Leserinnen auf meine Blogartikel und zu meinen Freebies, und es gab schon die ersten Verkäufe.

Du überlegst, ob Pinterest auch für Dich ein Weg sein kann, neben Familie und Job etwas dazuzuverdienen? Dann lies weiter. Hier steht alles, was ich mir am Anfang gewünscht hätte. Meine Fehler inklusive.

Pinterest ist eine Suchmaschine. Kein zweites Instagram.

Das war mein erster echter Aha-Moment. Auf Instagram ist ein Beitrag nach zwei Tagen vergessen. Auf Pinterest tippen Menschen gezielt etwas ein: „Kürbissuppe für Kinder“, „Adventskalender befüllen Ideen“, „nebenbei Geld verdienen als Mama“. Und dann klicken sie auf den Pin, der ihre Frage am besten beantwortet.

Ein guter Pin wird also nicht einmal gesehen und dann verschluckt. Er wird gefunden. Heute, nächste Woche, oft noch Monate später.

Für Dich als Mama heißt das ganz praktisch: Du musst nicht täglich filmen, tanzen oder Stories aufnehmen. Du musst nicht mal Dein Gesicht zeigen. Du baust etwas auf, das weiterarbeitet, während Du Brotdosen packst oder beim Kinderturnen auf der Bank sitzt.

Ein Pin, den Du heute erstellst, kann Dir im nächsten Herbst noch Leserinnen bringen. Das kann kein anderer Kanal, den ich kenne.

Womit verdienst Du auf Pinterest eigentlich Geld?

Pinterest selbst zahlt Dir keinen Cent. Das Geld entsteht dahinter, also dort, wohin Deine Pins führen. Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem viele Einsteigerinnen hängen bleiben: Sie machen hübsche Pins und wundern sich, warum nichts passiert. Ohne Ziel ist Pinterest schöne Deko.

Affiliate-Links

Du empfiehlst Produkte, die Du selbst nutzt, und bekommst eine kleine Provision, wenn jemand über Deinen Link kauft. Für die Käuferin ändert sich am Preis nichts. Genau so funktionieren auch einige Links in diesem Artikel, und ich kennzeichne sie offen mit einem Sternchen.

Eigene Freebies und Produkte

Das ist mein Hauptweg. Ein Pin führt zu einem Blogartikel, im Artikel gibt es ein passendes Freebie, zum Beispiel eine Checkliste oder einen Planer. Wer sich das Freebie holt, landet in meinem Newsletter. Und irgendwann kauft ein Teil dieser Leserinnen ein kleines digitales Produkt. Klingt nach viel Technik. Ist es am Anfang auch ein bisschen. Lohnt sich aber, weil Dir die Kontakte gehören und nicht dem Algorithmus.

Werbung auf dem Blog

Wenn genug Leserinnen über Pinterest auf Deinen Blog kommen, kannst Du dort Werbeanzeigen schalten. Das kommt aber meistens später, weil Du dafür schon ordentlich Traffic brauchst.

Was Du für den Start wirklich brauchst

Weniger, als Du denkst. Ein kostenloses Pinterest-Unternehmenskonto, weil Du nur damit die Statistiken siehst. Ein Ziel für Deine Pins, also einen Blog oder wenigstens eine einfache Seite mit einem Freebie. Und Canva in der kostenlosen Version, damit gestaltest Du Deine Pins im Hochformat (1000 x 1500 Pixel sind ein gutes Maß).

Das Wichtigste steht in keiner Software: ein Thema. Überleg Dir, worüber Du gern und lange schreiben kannst. Familienküche, Basteln mit Kindern, Sparen im Alltag, Hund, Garten. Wenn Dir das Thema nach drei Wochen schon zum Hals raushängt, hältst Du die ersten Monate nicht durch. Und die ersten Monate sind die, in denen am wenigsten sichtbar passiert.

Meine Anfängerfehler, damit Du sie Dir sparen kannst

Ich habe zu schnell die Geduld verloren

Der größte Fehler von allen. In den ersten Wochen habe ich ständig in die Statistik geschaut und mich gefragt, warum da kaum etwas passiert. Pinterest muss Dein Konto erst kennenlernen: Worüber pinnst Du, wem soll es Deine Pins zeigen? Das dauert. Wer nach vier Wochen aufhört, hört genau dann auf, wenn die Saat gerade keimt.

Meine Pinnwände hatten kaum Beschreibungen

Ich hatte Pinnwände mit Namen wie „Rezepte“ oder „Ideen“ und darunter: nichts. Für Pinterest ist das ein leerer Karton ohne Aufschrift. Heute bekommt jede Pinnwand einen klaren Namen, den Menschen auch wirklich suchen, und zwei, drei Sätze Beschreibung. Zum Beispiel nicht „Rezepte“, sondern „Schnelle Familienrezepte unter 30 Minuten“.

Viel zu wenige Keywords

Ich habe Pins hochgeladen, die schön aussahen, aber keine Worte enthielten, nach denen jemand sucht. Mein Tipp: Tipp Dein Thema in die Pinterest-Suchleiste und schau, was Pinterest Dir vorschlägt. Diese Vorschläge sind echte Suchanfragen. Genau die gehören in Pin-Titel, Pin-Beschreibung und Pinnwand.

Meine Pins waren langweilig

Ein Foto, kleiner Text, fertig. Im Feed ist so ein Pin unsichtbar. Was besser funktioniert: große, gut lesbare Schrift (die meisten scrollen am Handy), ein klares Versprechen im Text und ruhig mehrere Designs für denselben Artikel. Dann siehst Du nach ein paar Wochen, welcher Look ankommt.

So passt Pinterest in einen ganz normalen Familienalltag

Ich arbeite aktuell etwa 3 bis 4 Stunden pro Woche an Pinterest. Mehr nicht. Meistens sonntags, manchmal abends auf der Couch, wenn im Haus endlich Ruhe ist.

Mein Rhythmus ist simpel: Ich schreibe einen Blogbeitrag und bereite direkt danach ein paar Pins dafür vor. Der Kopf ist dann noch im Thema, die Überschriften fallen mir leichter, und ich muss mich nicht drei Tage später wieder neu reindenken. Unter der Woche plane ich die Pins ein oder pinne zwischendurch ein paar, wenn ich eh am Handy hänge.

Das ist das, was ich an Pinterest so mag: Es passt immer irgendwie rein. Kranke Kinder, Ferien, Elternabend? Dann pinnst Du eine Woche weniger. Die bestehenden Pins laufen trotzdem weiter.

Mein ehrlicher Tipp an jede Mama, die heute startet: Einfach machen. Es macht Spaß, und es wächst mit. Ein bisschen wie Kinder. Du siehst das Wachstum nicht jeden Tag, aber irgendwann schaust Du zurück und denkst: Wann ist das denn passiert?

Allein loslegen oder mit Kurs?

Du kannst Pinterest komplett allein lernen. Es gibt genug kostenlose Infos. Der Haken: Du musst sie Dir zusammensuchen, und viele widersprechen sich. Ich bin froh, dass ich nicht bei null herumprobiert habe, sondern mit einer klaren Anleitung gestartet bin. Das hat mir einige Umwege erspart.

Mein Rat: Such Dir eine Mentorin, mit der Du gut kannst. Klingt banal, entscheidet aber alles. Wenn Dich die Stimme oder die Art einer Person nervt, schaust Du die Videos nicht zu Ende. Dann hilft auch der beste Inhalt nichts.

Annika Rojas Gonzalez: mein Einstieg

Über Annikas Werbung bin ich zu Pinterest gekommen, ihre Inhalte kenne ich selbst. Sie erklärt bodenständig und sehr praxisnah, also genau das, was Du am Anfang brauchst. Ihr Hauptprogramm ist die „Pin Akademie mit KI“, inklusive 14 Tage WhatsApp-Schnellstart. Gerade dieser Schnellstart ist für Einsteigerinnen Gold wert: Du bist in den ersten Wochen nicht allein mit Deinen Fragen, und genau in dieser Phase geben die meisten auf. Die Akademie ist eine echte Investition, also nimm Dir vorher kurz Zeit und überleg, ob Du Pinterest wirklich dauerhaft angehen willst. Hier geht es zur Pin Akademie von Annika*.

Alexandra Winzer: „Pin Dich sichtbar“

Alexandra ist eine weitere bekannte Stimme rund um Pinterest im deutschsprachigen Raum. Ihr Programm „Pin Dich sichtbar“ ist gerade nicht frei buchbar, Du kannst Dich aber auf die Warteliste setzen und bekommst Bescheid, sobald es wieder losgeht. Ich kenne es nicht von innen. Wenn Dir ihre Art liegt, ist die Warteliste ein unverbindlicher erster Schritt. Zur Warteliste von Alexandra Winzer*.

Und wenn Du schon ein eigenes Coaching, einen Kurs oder ein digitales Produkt hast und Pinterest gezielt als Verkaufskanal aufbauen willst, schau Dir meinen Artikel für Fortgeschrittene an. Dort stelle ich auch ein Programm vor, das genau darauf ausgelegt ist.

Häufige Fragen zum Geldverdienen mit Pinterest

Wie lange dauert es, bis ich mit Pinterest Geld verdiene?

Rechne in Monaten, nicht in Wochen. Pinterest braucht Zeit, um Dein Konto einzuordnen, und Deine Pins brauchen Zeit, um in den Suchergebnissen nach oben zu wandern. Bei mir kamen die Verkäufe, als ich schon eine Weile regelmäßig dabei war. Wer Dir schnelles Geld in zwei Wochen verspricht, verkauft Dir einen Traum.

Brauche ich einen eigenen Blog?

Nicht zwingend. Eine einfache Seite mit einem Freebie reicht für den Anfang. Ein Blog macht es aber deutlich leichter, weil jeder Artikel ein neues Ziel für neue Pins ist. Und Pinterest liebt frische Inhalte.

Muss ich mein Gesicht zeigen?

Nein. Das ist einer der Gründe, warum Pinterest für viele Mamas so gut passt. Deine Pins können aus Fotos von Essen, Bastelideen oder schlichten Textgrafiken bestehen.

Kostet Pinterest etwas?

Das Unternehmenskonto ist kostenlos. Anzeigen auf Pinterest kannst Du schalten, musst Du aber nicht. Ich bin komplett organisch gewachsen.

Wie viele Pins sollte ich pro Woche erstellen?

Lieber regelmäßig ein paar neue Pins als einmal im Monat dreißig auf einen Schlag. Für mich funktioniert der Sonntag gut: ein Blogbeitrag, mehrere Pins dazu, fertig. Such Dir einen Rhythmus, den Du auch in einer chaotischen Woche hinbekommst.

Über die Autorin

Ich bin Kristin, und schreibe hier auf isy-leben.de über unseren Familienalltag in der Südheide: Rezepte, Bastelideen, Organisation und alles, was das Leben mit Kindern ein bisschen leichter macht. Beruflich arbeite ich seit 2019 als Online Business Managerin und betreue Unternehmen im Online-Marketing. Pinterest nutze ich selbst für meine Blogs und meine eigenen digitalen Produkte. Mehr über mich und unsere Familie.

* Mit einem Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links. Wenn Du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle nur, was ich selbst kenne oder ehrlich einordnen kann.